Luhai
Anmeldungsdatum: 02.02.2009
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Verfasst am:
20.07.2010, 19:37 Sie wollten nur ihre Körper! |
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An einem schönen sonnigen Tag (Nein, es war nicht so verdammt heiß wie heute! ) wanderte ein alter Bekannter durch die Landschaft, auf der Suche nach einer Ortschaft, in der er seine Bestände an Bargeld und Arbeitsutensilien wieder auffüllen konnte.
Seine letzten Aufträge waren unglücklicherweise allesamt nicht allzu ergiebig gewesen. Assassinen waren in der Gegend anscheinend nicht besonders gefragt.
Das Einzige, was er zuletzt totschlagen konnte, waren ein paar nervige Gnome und jede Menge Zeit.
Zeit hatte er momentan jede Menge. Manchmal sehnte er sich zurück nach den hektischen Zeiten in Freihafen, als er durch enge Gassen und über Häuserdächer schlich, immer auf der Suche nach neuen Abenteuern und auf der Flucht vor übereifrigen Milizen, die sich nicht bestechen lassen wollten.
Glücklicherweise erreichte Asturion beizeiten eine kleine Stadt, die recht vielversprechend aussah.
Es gab jede Menge stabil aussehender Häuser, Leute, die dazwischen nicht panisch herumliefen und offene Geschäfte, die nicht einmal geplündert wurden.
Nach längerem Herumschlendern durch die Straßen des Ortes erreichte er den Marktplatz, auf dem emsiges Treiben herrschte. Ganz besonders in der Mitte des Platzes, wo viele Menschen mit irgendwetwas beschäftigt waren.
Unser Held stellte sich dazu, sah sich das Gewusel - und insbesondere die herumlaufenden Leute - eine Weile lang interessiert an und fragte irgendwann einen herumstehenden Passanten nach dem Grund für die Hektik aus.
Der Mann blickte ihn betrübt an.
"Ach, irgendwelche Vandalen kippen laufend die Statuen um. Wir haben sie nach dem letzten Mal schon verstärkt, aber trotzdem hat sie wieder jemand zerstört. Eine verdammte Sauerei ist das, jawohl!"
Asturion nickte zustimmend. "Jaja, die Jugend von heute. Keinerlei Respekt vor...Wen sollen die Herren da überhaupt darstellen?"
"Oh, das sind drei wichtige Magier aus der Gegend. Sie haben vor einiger Zeit unsere gesamte Produktion an Knallmixen für die nächsten Jahrzehnte aufgekauft und wurden deswegen zu Ehrenbürgern erklärt. Der Mann grinste durch zwei volle Reihen von diamantbesetzten Goldzähnen und zeigte auf zwei der Statuen. "Der da ist Mikla. Das ist Medorius. Der beschäftigte Typ da hinten ist Mandoril, der Denker von den Dreien."
"Ich verstehe. Na hoffen wir mal, dass ihr die Bösewichte bald erwischt. Es wäre doch schade, wenn dieses wundervolle Kunstwerk wieder beschädigt werden würde." Er klopfte dem besorgten Mann beruhigend auf die Schulter, während er ihn gleichzeitig unauffällig um seine Geldbörse erleichterte und machte sich wieder auf den Weg, um ein Geschäft oder gar eine Taverne zu finden, wo er das schwer erarbeitete Geld ausgeben konnte.
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